Der Wecker reißt mich morgens um 4.30 aus dem Bett und ich mache mich halb schlafend auf den Weg Richtung Flußufer. Hier treffe ich mich mit einer Vietnamesin, die mir und einem deutschen Ehepaar die schwimmenden Märkte und die Umgebung von Can Tho zeigen wird.
Alleine die Fahrt mit dem Boot über den Mekong entschädigt schon das frühe Aufstehen. Der Mekong glitzert in der aufgehenden Sonne, während wir die Hände an einem Becher heißem grünen Tee wärmen und zum ersten Markt schaukeln.
Als wir am ersten Markt ankommen, herrscht hier schon wuseliges Treiben. Boot an Boot liegt hier im Wasser und wer etwas einkaufen will, zieht sich an den anderen Booten entlang. Es ist für einen Markt überraschend still und unaufgeregt, man hört nur das Knattern der ankommenden und abfahrenden Boote.
Verkauft wird neben Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch auch allerlei Kleinkram für den täglichen Bedarf. Ein paar Boote sehen aus wie kleine Supermärkte und in anderen wiederum stapeln sich die Kokosnüsse und der Händler hat Mühe, dazwischen selbst noch Platz zu finden, ohne aus dem Boot zu fallen.
Wir fahren noch zu einem weiteren Markt und Miss Ha erzählt fröhlich vom Leben am und auf dem Mekong. Die schwimmenden Märkte haben für die Region noch immer eine große Bedeutung, da viele Menschen kein Auto haben und sich nur auf dem Fluss fortbewegen. Das Mekong Delta ist eines der weltweit größten Deltas und der Mekong, aus Tibet kommend, unterteilt sich hier in zahlreiche kleine Nebenflüsse und Kanäle.
Auch am zweiten Markt ist einiges los und wir beobachten eine Weile das Geschehen, probieren verschieden Früchte und trinken Tee. Bereits um kurz nach 10 Uhr löst sich der Markt langsam auf und wir fahren weiter den Fluß abwärts. Interessant sind die verschiedenen Brückenkonstruktionen und Stelzenhäußer, die direkt am Wasser liegen. Es geht durch verschiedene Seitenarme und Kanäle, bis wir schließlich am Ufer anhalten und zu Fuß weiter gehen.
Ein Besuch einer Schlangenfarm und einem Familienbetrieb, in dem Reisnudeln hergestellt werden, gehören auch noch zum Programm, bis es gegen Mittag dann wieder zurück nach Can Tho geht.









