Whale Island – einsames Inselparadies im Südchinesischen Meer

imageEtwa 100 Kilometer von Nha Trang entfernt befindet sich das Inselparadies Whale Island (Hong Ong) im Südchinesischen Meer.

Mit knapp 20 Bungalows, einem Restaurant und einer Bar ist es sehr übersichtlich und wer wie ich in der Nebensaison gebucht hat, kann sich auf eine Insel freuen, die fast menschenleer und nahezu unbewohnt ist. Keine knatternden Motorräder, kein Supermarkt, nicht mal einen Kiosk gibt es hier. Wer nicht im Restaurant das Menü zu vorgeschriebener Zeit essen will, der fastet.

Das Resort gehört einer Tauchschule mit Sitz in Nha Thrang und kann von dort aus gebucht werden. Umgeben von einem Riff galt die Insel als Tauchparadies, doch auch für Schnorchler und Hängemattenprofis wie mich lohnt sich ein Besuch. Weißer feiner Sand, türkisblaues Wasser ohne nennenswerten Wellengang und ganz viel unberührte Natur.

Die paar wenigen ausgeschriebenen Wege über die Insel führen durchs Dickicht, an einsame Strände und über Felsformationen. Der Ausblick entschädigt allemal für die Anstrengung bei der Affenhitze und der hohen Luftfeuchtigkeit.

Ich erlebe hier auch, wie schnell das Wetter umschlagen kann und wo kurz zuvor noch strahlend blauer Himmel ist, ziehen auf einmal dunkle Wolken auf und es fängt sintflutartig an zu regnen.

Ich bin innerhalb von ein paar Sekunden komplett durchnässt und versuche, schnellstmöglich den Weg zurück zum schützenden Bungalow zu finden. Das ist auf einmal gar nicht mehr so einfach denn in der Dunkelheit und im Regen lässt sich kaum mehr etwas erkennen, der ohnehin unbefestigte Weg weicht in sekundenschnelle auf und wird zur Rutschpartie. Als ich schließlich im Resort ankomme und Schutz in meinem Bungalow suche, stelle ich leider fest, das dieser dem Regen auch nicht ganz standhalten kann, und versuche mit Handtüchern erst mich und dann meine Sachen trocken zu legen und Fenster und Tür abzudichten.

Ich muss zugeben, in dieser Situation habe ich auch mal die Kehrseite meiner sonst so geliebten Ruhe und Einsamkeit erkannt und bin froh als ich nach 3 Tagen wieder im Boot aufs Festland sitze.

Man kann die Insel gut in 72 Stunden erkunden, das Riff abschnorcheln, die Insel mehrmals zu Fuß umrunden und hat nicht das Gefühl, etwas verpaßt zu haben. Wer länger bleibt ist entweder Taucher oder findet Einsamkeit extrem gut.

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